Kirchenchor Wolnzach

Bei uns muss man kein Profi sein. Bei uns geht es um das Bewusstsein, in einem Chor zu singen, ein Miteinander zu wollen. Die Stimmen, das heißt die einzelnen Gruppen, sollen nicht aus einzelnen Solisten bestehen, sondern aus Menschen, die miteinander zu einem Ganzen beitragen wollen.

Wir singen vor allem klassische Kirchenmusik, angefangen von Bach bis hin zu Mutter und Piechler. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Klassik und Impressionismus.

Der Chor gestaltet in der Regel jeden Monat zwei Sonntagsgottesdienste um 9.00 Uhr und einen Vorabendgottesdienst mit. Dazu feste Termine im Kirchenjahr und nahezu alle Requiems. An kirchlichen Hochfesten singen wir auch Orchestermessen. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte dieser Seite.

Wir proben immer dienstags von 19.30 Uhr bis ca. 21.30 Uhr im Pfarrheim.

Chorleitung und Ansprechperson: Astrid Elender, soeinelend@web.de

Aktuelle Termine

Sonntag, 14. April 2024, 09:00 Uhr

Hl. Messe mit Kirchenchor und Gemeindegesang

Dienstag, 16. April 2024, 14:30 Uhr

Requiem Frau Maria Grundbuchner

Dienstag, 16. April 2024, 19:30 Uhr

Probe im Pfarrheim

Dienstag, 23. April 2024, 19:30 Uhr

Probe im Pfarrheim

Samstag, 27. April 2024, 18:30 Uhr

VAM mit Kirchenchor und Gemeindegesang

Dienstag, 30. April 2024, 19:30 Uhr

Probe im Pfarrheim

Samstag, 04. Mai 2024, 18:30 Uhr

VAM mit Kirchenchor und Gemeindegesang

Dienstag, 07. Mai 2024, 19:30 Uhr

Probe in der Kirche

Donnerstag, 09. Mai 2024, 
Christi Himmelfahrt

Pfingstsonntag 19. Mai, 8:00 Uhr Anspielprobe, 9:00 Uhr

Orchestermesse – Missa Brevis v. Jacob de Haan

Freitag, 31. Mai 2024, 20:00 Uhr

Letzte Maiandacht – Mariensäule in Wolnzach

Termin folgt

Änderungen können sich jederzeit, auch kurzfristig ergeben. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Archiv – ehemalige Text- und Bildbeiträge

Du lässt den Tag, o Gott, nun enden

Du lässt den Tag, o Gott, nun enden
und breitest Dunkel übers Land.
Wir waren heut in deinen Händen,
nimm uns auch jetzt in deine Hand.

Die Erde kreist dem Tag entgegen,
wir ruhen aus in dieser Nacht.
Wir danken dir für Schutz und Segen
wie jeder Mensch, der betend wacht.

Wenn uns der Schein der Sonne schwindet
und Licht den fernen Ländern bringt,
wird dein Erbarmen dort verkündet,
vieltausendfach dein Lob erklingt.

Denn wie der Morgen ohne Halten,
als Leuchten um die Erde geht,
scheint auf in wechselnden Gestalten
ein unaufhörliches Gebet.

Dein Reich, O Gott, ist ohne Grenzen.
Auch da, wo Menschenmacht regiert,
wird neu der große Tag erglänzen,
zu dem du alle Menschen führst.

Text: Raymund Weber nach „The day Thou gavest, Lord, is ended“ von John F. Ellerton (1870)

Mit Pauken und Trompeten für den Heiligen Laurentius

Nicht nur aus diesen beiden Instrumenten, gespielt von Michael Leopold und Adrian Knoll, auch mit zwei Geigen (Manfred und Uschi Leopold) und einem Cello (Marie-Theres Daubner) war das Orchester bestückt, das den Wolnzacher Kirchenchor am Sonntag, 13. August begleitete. Zu Ehren des Kirchenpatrons erklang neben Beethovens „Die Himmel rühmen“ und Gläsers „Lobet den Herrn“ als Hauptwerk die „Messe in G“ von Franz Schubert. Die Sängerinnen und Sänger zeichneten sich, man möchte sagen wieder einmal oder wie so oft, durch eine große Sangesfreude und emotionale Ausgestaltung der Komposition aus. Vom innigen Pianissimo bis zum furiosen Fortissimo – die ganze, von Schubert vorgesehene Palette wurde vorbildlich umgesetzt.
Dabei stellt diese Messe, die sehr hoch ist und einen recht großen Tonumfang besitzt, schon eine deutliche Herausforderung sowohl für den Chor als auch die Solisten (Sarah Elender, Sopran, Regina Gudera und Elisabeth Reith-Maier, Alt, Harald Thum, Tenor, Olaf Kaudelka, Bass) dar, was ausnahmlos alle, Chor und Solisten, mit Bravour gemeistert haben. Unbedingt gewürdigt werden muss auch noch die ruhige, gefühlvolle und unaufdringliche Orgelbegleitung von Monika Stadler, die das Gesamtbild sehr schön abrundete.

Nicht nur Pater Robert war voll des Lobes, die zahlreichen Kirchenbesucher spendeten lang anhaltenden Applaus, was alle Akteure von Herzen freute und sicherlich für weitere Glanzlichter in der kirchenmusikalischen Gestaltung anspornt.

Alles, was Odem hat, lobe den Herrn

Der Kirchenchor Wolnzach unter Leitung von Astrid Elender samt Organistin studiert gegenwärtig zwei Chorsätze mit diesem Titel ein. Ein Grund, die Quellen und Hintergründe des Textes näher zu beleuchten.

Der Vers „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ entstammt Psalm 150, dem letzten Psalm im biblischen Buch der Psalmen. Unser Vers ist dort der sechste und letzte Vers. Anfang und Ende der Psalms markiert jeweils ein „Halleluja!“.

Psalm 150 lautet in der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift:

„1 Halleluja! Lobt Gott in seinem Heiligtum, lobt ihn in seiner mächtigen Feste! 2 Lobt ihn wegen seiner machtvollen Taten, lobt ihn nach der Fülle seiner Größe! 3 Lobt ihn mit dem Schall des Widderhorns, lobt ihn mit Harfe und Leier! 4 Lobt ihn mit Trommel und Reigentanz, lobt ihn mit Saiten und Flöte! 5 Lobt ihn mit tönenden Zimbeln, / lobt ihn mit schallenden Zimbeln! 6 Alles, was atmet, lobe den HERRN. Halleluja!“

© 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart

Psalm 150 gehört inhaltlich zu den sogenannten Lobpsalmen, zu denen auch die Psalmen 100 und 104 und viele andere gehören. Der betrachtete Vers macht deutlich, dass sich die Botschaften des Psalms nicht nur an das Volk Israel richten, vielmehr an „alles, was Odem hat“!

Die Musik hat das Thema in unzähligen Vertonungen aufgegriffen. Am bekanntesten ist wohl die Sinfonie Nr. 2 – „Lobgesang“ op. 52 von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Das Werk hat seinen Titel von unserem Psalmvers. Das Thema „Alles was Odem hat, lobe den Herrn“ ertönt u.a. in den Chören im II. Teil (Kantatenteil) und im Schlussteil, welche das ganze Werk einrahmen.

Im Internet finden Sie zahlreiche Interpretationen des Werks. Die fesselnden Chöre, aber auch die anderen Teile zeigen, wie viel Freude das gemeinsam gesungene Gotteslob in uns auslöst. Gott zu loben, ist ein tiefes und ursprüngliches Bedürfnis des Menschen und von „allem, was Odem hat“.

Die Sonntage der Fastenzeit

1. Fastensonntag

lat. Bezeichnung: Invocabit

Eröffnungsvers: „Invocabit me, et ego exaudiam eum“

Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören.“

Quelle: Psalm 91,15 (GL 664,6)

2. Fastensonntag

lat. Bezeichnung: Reminiscere

Eröffungsvers: „Reminiscere miserationum tuarum“

Denk an dein Erbarmen, Herr“

Quelle: Psalm 25,6

3. Fastensonntag

lat. Bezeichnung: Oculi

Eröffnungsvers: „Oculi mei semper ad Dominum“

„Meine Augen schauen stets auf den Herrn“

Quelle: Psalm 25,15

4. Fastensonntag (diesmal der 19. März)

lat. Bezeichnung: Laetare

Eröffnungsvers: „Laetare, Jerusalem“

„Freue dich, Jerusalem“

Quelle: Jes 66, 10

5. Fastensonntag (Passionssonntag, diesmal der 26. März)

lat. Bezeichng: Judica

Eröffnungsvers: „Judica me, Deus“

„Richte mich, o Gott“

Quelle: Psalm 43,1 (GL 42,3)

Palmsonntag (diesmal der 2. April)

Eröffnungsvers: kein Vers wegen Palmweihe und -Prozession zu Beginn der Liturgie

Hinweise: Die lateinischen Bezeichnungen der Fastensonntage sind, mit Ausnahme von Laetare, kaum noch gebräuchlich. Der Autor greift die Tradition auf, nachdem sie kürzlich Gesprächsthema waren. Quellen für die obige Darstellung sind u.a. Wikipedia und die Hinweise zur Liturgie  der Diözese.

Orchestermesse am 2. Weihnachtsfeiertag 2022

Gut besucht war die Hl. Messe am Stephanustag, die der Kirchenchor Wolnzach, seine Solisten und das Kirchenorchester Leopold musikalisch gestalteten. Weihnachtliche Feststimmung kam mit der Pastoralmesse in G von Karl Kempter auf.  Weiterhin erklangen das Weihnachts-Wiegenlied von John Rutter, das „Transeamus usque Bethlehem“ von Schnabel und die Weihnachtshymne von Mendelsson-Bartholdy in deutscher Übersetzung. Bei den Kirchenbesuchern wurde die Musik mit viel Lob bedacht.

Eindrücke von unserer Orchestermesse am 22. November 2022

Dienstag, 22.November 2022. Eine Orchestermesse unter der Woche?! Um 18.30?!

Ja, genau! Der Kirchenchor stimmte mit einem Streichquartett von Manfred Leopold die Messe brève von Leo Delibes an. Und aus welchem Grund? Deswegen, weil die heilige Cäcilia, die Patronin der Kirchenmusik, ihren Ehrentag hatte. Und weil die Messe so schön ist. Und weil damit beides perfekt zusammenpasst.

Die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores hatten – wie so häufig – einen sehr guten Tag erwischt. Zufall ist das keiner, denn: „Von nix kommt nix“. In zahlreichen konzentrierten, lustigen und launigen Proben feilen sie an den einzelnen Stücken, an der jeweiligen Stimme und am Miteinander, alles Garanten für einen guten Gesang. Auch die zusätzlichen Stücke, das „Laudate Dominum“ von W.A.Mozart, „Dank sei dir, Herr“ von G.F. Händel und das abschließende Stück von F. Mendelssohn „Denn er hat seinen Engeln“ waren sehr zu Herzen gehend.

Auf die Frage „Kommt denn da wer? Mitten unter der Woche? Um diese Zeit?“ gibt es eine klare Antwort: Ja, ein Vielfaches mehr als sonst zu einer Abendmesse.

Im Übrigen: Die, die da waren, waren voll des Lobes.

Mir als Chorleiterin bleibt nur zu sagen: Herzlichen Dank an alle, die da waren, von A bis Z, an alle Aktiven und an alle Zuhörer.

Wie wundervoll. Unfassbar schön!

Ein Beitrag zur Orchestermesse am Ostermontag 2022

Wenn man eine WhatsApp mit solchen Aussagen und einem solchen Inhalt bekommt, dann muss etwas Besonderes geschehen sein. Erreicht hat den Kirchenchor diese Kurznachricht am Ostermontag nach der Orchestermesse. Der Chor, der fast wieder in seiner alten Stärke singen kann, führte die komplette „Kleine Orgelsolomesse“ von Joseph Haydn für Solo (Sarah Elender, Sopran; Elisabeth Reith-Maier und Uta Spiegel, Alt; Harald Thum, Tenor und Dr. Joachim Spiegel, Bass), Chor und Orchester auf. Dabei waren die Solistinnen und Solisten bestens disponiert und fügten sich ohne jegliche Brüche ins Gesamtgefüge ein, einfach ein harmonisches Miteinander. Zur Gabenbereitung durften sich die  Gläubigen an der Mozartmotette „Tu virginum corona“ erfreuen, bei der der Tenorsolist Harald Thum eindrucksvoll und einfühlsam die gekrönte Jungfrau um Frieden gebeten hat. Nochmal Mozart erklang zur Kommunionausteilung mit dem Stück „Alma Dei Creatoris“, bei dem die Musizierenden bitten, dass die Gottesmutter uns allen Stärken in den Schwierigkeiten unseres Lebens geben möge. An Ostern auf keinen Fall fehlen dürfen außerdem zwei Werke: das „Haec Dies“ von C. Ett, das zum Zwischengesang erklang und das „Halleluja“ von G. F. Händel, mit dem die Gottesdienstbesucher verabschiedet wurden.

Höchst musikalisch und voller Spielfreude begleitet wurde der Wolnzacher Kirchenchor von einem Streichquartett des Kirchenorchesters Leopold. Ein sehr großes Lob gebührt der Organistin Nicole Deckert, die das anspruchsvolle Orgelsolo im Benedictus bravourös bewältigte und es verstand, mit der Sopransolistin Sarah Elender ein, von der Komposition her so gedachtes, ausdrucksstarkes Zwiegespräch zu führen.

Nicht nur die zahlreichen Kirchenbesucher – alle markierten Plätze waren besetzt und auch die zusätzlich aufgestellten Stühle – verließen nach einem großen Schlussapplaus voller Lob die Kirche, auch die Mitwirkenden waren beseelt und in Hochstimmung. Singen macht glücklich – wir haben es am Ostermontag wieder erlebt.

Im Übrigen endete die WhatsApp mit der Aussage: Bitte schreibe mir […], wenn wieder so was Schönes ist. Klar, natürlich, das machen wir gerne! Haben Sie am Pfingstsonntag schon was vor?