Kirchenchor Wolnzach

Bei uns muss man kein Profi sein. Bei uns geht es um das Bewusstsein, in einem Chor zu singen, ein Miteinander zu wollen. Die Stimmen, das heißt die einzelnen Gruppen, sollen nicht aus einzelnen Solisten bestehen, sondern aus Menschen, die miteinander zu einem Ganzen beitragen wollen.

Wir singen vor allem klassische Kirchenmusik, angefangen von Bach bis hin zu Mutter und Piechler. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Klassik und Impressionismus.

Grundsätzlich singen wir jeden Sonn- und Feiertag mit Ausnahme von ein paar festen Terminen im Kirchenjahr, und nahezu bei allen Requiems. An kirchlichen Hochfesten singen wir auch Orchestermessen.

Wir proben immer dienstags von 19.30 Uhr bis ca. 21.30 Uhr im Pfarrheim.

Chorleitung und Ansprechperson: Astrid Elender, soeinelend@web.de

Neue Termine

Liebe Kirchenchorfreunde,
aufgrund der Coronasituation gelten für das Chorsingen die Vorgaben der Fachstelle Kirchenmusik der Diözese Regensburg.

Sonntag, 10. Juli 2022

10:00  Hl. Messe ohne Kirchenchor
Es singen Kindergartenkinder
An der Orgel:  Ursula Steigerwald

Montag, 11. Juli 2022

14:00 Einsingen!
14:30 Requiem

Dienstag, 12. Juli 2022

19:30  Probe in der Kirche

Freitag, 15. Juli 2022

14:30  Requiem

Sonntag, 17. Juli 2022
Skapulierfest

ca. 8:45 Einsingen und Generalprobe
10:00  Festgottesdienst und Orchestermesse

Der Kirchenchor singt die „Messe brève“ des französischen Komponisten Léo Delibes (1836-1891) in der Bearbeitung
für vierstimmigen Chor, Solisten und Bläser
An der Orgel:  Nicole Deckert

Dienstag, 19. Juli 2022

Probe in der Kirche (vor dem Marienlob)

21:00  Marienlob in der Wallfahrtskirche Lohwinden
Der Kirchenchor singt im Rahmen der Marianischen Woche vom 18. bis 23. Juli.

Sonntag, 24. Juli 2022

10:00 Hl. Messe mit Kirchenchor und Gemeindegesang
An der Orgel:  Monika Stadler

Dienstag, 26. Juli 2022

19:30 Probe in der Kirche

Sonntag, 31. Juli 2022

10:00  Hl. Messe mit Kirchenchor und Gemeindegesang
An der Orgel:  Ursula Steigerwald

Änderungen vorbehalten!

 

 

Musica sacra – Gedanken zur Kirchenmusik

Jesu, meiner Seelen Wonne

„Wohl mir, dass ich Jesum habe,
o wie feste halt ich ihn,
dass er mir mein Herze labe,
wenn ich krank und traurig bin.
Jesum hab ich, der mich liebet
und sich mir zu eigen gibet;
ach drum lass ich Jesum nicht,
wenn mir gleich mein Herze bricht.

Jesus bleibet meine Freude,
meines Herzens Trost und Saft,
Jesus wehret allem Leide,
er ist meines Lebens Kraft,
meiner Augen Lust und Sonne,
meiner Seele Schatz und Wonne;
darum lass ich Jesum nicht
aus dem Herzen und Gesicht.“

Diese wunderbaren Zeilen kennt wohl jeder Musikfreund. Johann Sebastian Bach hat 1723 mit der 6. und 17. Strophe des Evangelischen Kirchenlieds „Jesu, meiner Seelen Wonne“ eine seiner berühmtesten Choralbearbeitungen geschaffen. Er komponierte sie für die Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ (BWV 147). Der Text stammt von dem evangelischen Geistlichen und Komponisten Martin Jahn (um 1660). Das Meisterwerk Bachs hat weltweit Verbreitung und höchste Beliebtheit erfahren, vor allem im englischsprachigen Raum.

Haydns Ruf nach Frieden

Bei ihm klingt sie zumindest an, die Kriegskritik: Joseph Haydn. Etwa ein halbes Jahrhundert nach der Feuerwerksmusik von Händel komponiert der seine Missa „in tempore belli“, also – sprechender Titel – Messe „in Zeiten des Krieges“. Gemeint ist der napoleonische Feldzug, der damals das Habsburgerreich bedroht. Hier: keine Spur von Schlachtengeheul. Stattdessen ein Gebet mit gesenktem Blick. Andacht im Angesicht des drohenden Krieges, der sich im Pochen der Pauken anmeldet. Erst nach und nach setzt sich der Chor dagegen durch: „Dona nobis pacem“ – ein immer lauterer Ruf nach Frieden.

Quelle: Sendung „Piazza“ am 21. September 2019 auf BR-KLASSIK

Zum Werk: Die Missa in tempore belli Hob. XXII: 9 in C-Dur für vier Solisten (Sopran, Alt, Tenor, Bass), vierstimmigen Chor (SATB), Orchester und Orgel von Joseph Haydn wurde 1796 komponiert. Die Messe ist auch unter dem Namen „Paukenmesse“ bekannt.

Im Internet finden Sie eine beeindruckende Aufnahme der Messe mit den Regensburger Domspatzen und dem L`Orfeo Barockorcheseter unter Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner, entanden am 13. Mai 2016 in Regensburg.

Archiv – ehemalige Text- und Bildbeiträge

Wie wundervoll. Unfassbar schön!

Ein Beitrag zur Orchestermesse am Ostermontag 2022

Wenn man eine WhatsApp mit solchen Aussagen und einem solchen Inhalt bekommt, dann muss etwas Besonderes geschehen sein. Erreicht hat den Kirchenchor diese Kurznachricht am Ostermontag nach der Orchestermesse. Der Chor, der fast wieder in seiner alten Stärke singen kann, führte die komplette „Kleine Orgelsolomesse“ von Joseph Haydn für Solo (Sarah Elender, Sopran; Elisabeth Reith-Maier und Uta Spiegel, Alt; Harald Thum, Tenor und Dr. Joachim Spiegel, Bass), Chor und Orchester auf. Dabei waren die Solistinnen und Solisten bestens disponiert und fügten sich ohne jegliche Brüche ins Gesamtgefüge ein, einfach ein harmonisches Miteinander. Zur Gabenbereitung durften sich die  Gläubigen an der Mozartmotette „Tu virginum corona“ erfreuen, bei der der Tenorsolist Harald Thum eindrucksvoll und einfühlsam die gekrönte Jungfrau um Frieden gebeten hat. Nochmal Mozart erklang zur Kommunionausteilung mit dem Stück „Alma Dei Creatoris“, bei dem die Musizierenden bitten, dass die Gottesmutter uns allen Stärken in den Schwierigkeiten unseres Lebens geben möge. An Ostern auf keinen Fall fehlen dürfen außerdem zwei Werke: das „Haec Dies“ von C. Ett, das zum Zwischengesang erklang und das „Halleluja“ von G. F. Händel, mit dem die Gottesdienstbesucher verabschiedet wurden.

Höchst musikalisch und voller Spielfreude begleitet wurde der Wolnzacher Kirchenchor von einem Streichquartett des Kirchenorchesters Leopold. Ein sehr großes Lob gebührt der Organistin Nicole Deckert, die das anspruchsvolle Orgelsolo im Benedictus bravourös bewältigte und es verstand, mit der Sopransolistin Sarah Elender ein, von der Komposition her so gedachtes, ausdrucksstarkes Zwiegespräch zu führen.

Nicht nur die zahlreichen Kirchenbesucher – alle markierten Plätze waren besetzt und auch die zusätzlich aufgestellten Stühle – verließen nach einem großen Schlussapplaus voller Lob die Kirche, auch die Mitwirkenden waren beseelt und in Hochstimmung. Singen macht glücklich – wir haben es am Ostermontag wieder erlebt.

Im Übrigen endete die WhatsApp mit der Aussage: Bitte schreibe mir […], wenn wieder so was Schönes ist. Klar, natürlich, das machen wir gerne! Haben Sie am Pfingstsonntag schon was vor?

Orgelviertelstunde nach den Sonntagsgottesdiensten

2021 wurde zum Jahr der Orgel ausgerufen. Die Organistinnen unserer Pfarrgemeinde werden die Königin der Instrumente besonders würdigen. An vier Sonntagen schließt sich an den Gottesdienst eine Orgelviertelstunde an, in der die jeweilige Organistin 15 Minuten lang live spielen wird.

Würdigen Sie dieses Instrument, das uns jahraus jahrein die Gottesdienste bereichert und würdigen Sie unsere Organistinnen für deren unermüdliches Engagement für die Kirchenmusik und letztendlich für jeden einzelnen Kirchenbesucher.

Der erste Termin ist am Sonntag, 19. 9. um 11.00 Uhr, zu dem Frau Anneliese Lackermeier spielen wird. Die letzte Orgelviertelstunde findet am Sonntag,  24. 11.  gleich nach der 10-Uhr-Messe statt, gestaltet von Frau Monika Stadler (Programm im Abschnitt „Termine“).

Zum Patrozinium: Beliebte Orchestermesse von Franz-Xaver Gruber

Am Sonntag, den 8. August 2021 um 10:00 Uhr erwartet die Pfarrgemeinde wieder ein musikalisches Schmankerl. Beim Festgottesdienst zum Patrozinium unserer Pfarrkirche St. Laurentius erklingt die Messe in D („Hochzeitsmesse“) von Franz-Xaver Gruber für gemischten Chor, Orgel und Orchester. Hinzu kommen weitere Meisterwerke der Kirchenmusik. Unter der Gesamtleitung von Astrid Elender singen und spielen: der Kirchenchor Wolnzach, vier Solisten, ein Streicherensemble (Ltg. Manfred Leopold), Horn und Orgel (Nicole Deckert).

Wir freuen uns auf das „Sub tuum praesidium“ von W.A. Mozart, vorgetragen von unserer Sopransolistin Sarah Elender und unserem Tenorsolisten Harald Thum mit Orchesterbegleitung. Tenor Harald Thum wird zusätzlich das innige „Panis Angelicus“ von Camille Saint-Saëns für uns singen.

„Mit aller Musik soll Gott geehrt und die Menschen erfreut werden. Wenn man Gott mit seiner Musik nicht ehrt, ist die Musik nur ein teuflischer Lärm und Krach.“

(Johann Sebastian Bach)

Skapulierfest mit musikalischem Glanz

Die Messe zum Skapulierfest am Sonntag, den 18. Juli wird vom Kirchenchor Wolnzach und einem Bläserensemble, zusammengestellt von Michael Eberwein, musikalisch umrahmt. Es erklingen die „Feierliche Messe“ von Gerbert Mutter und einige Bläsersätze.

Die Ausführenden freuen sich auf das Ereignis ganz besonders. Ist es doch das erste Mal seit März 2020, dass der Chor und die Instrumentalisten zu einer großen Messe zusammen kommen können, natürlich unter Beachtung aller Hygieneregeln.

Noch sind nicht alle Sängerinnen und Sänger wieder da. Aber was nicht ist, wird mit jeder Impfung besser. Mit dem frischen Mut unserer Chorleiterin Astrid Elender macht Singen im Kirchenchor einfach Freude.

Die lange Strecke vom Neubeginn der regelmäßigen Messen bis heute war stets begleitet von der Kirchenmusik. War es zuerst die Orgel alleine, kamen bald solistische Gesangsstücke und instrumentale Stücke hinzu. Besonders in Erinnerung geblieben sind die stimmungsvollen Messen mit Solosopran, Flöte und Orgel. Im nächsten Schritt war die kleine vierstimmige Besetzung angesagt. Sie sang hauptsächlich Gotteslob-Lieder, solange die Gemeinde nicht selbst singen konnte. Dazu kamen der eine oder andere vierstimmige Satz sowie Kanons und Wechselgesänge.

Die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit unserem Pfarrer Maximilian Roeb führte auch zur Neubelebung der Kantorenaufgaben mit den Antwortpsalmen und den Rufen vor dem Evangelium.

Als nächste große Aufgabe steht unserem Kirchenchor die musikalische Gestaltung des Patroziniums unserer Pfarrei im August bevor. Die ersten Proben dafür laufen schon. Natürlich können sich neue Sänger und Sängerinnen jederzeit anschließen oder einfach nur „reinschnuppern“!

Zum Advent 2020

Unser Kirchenchor St. Laurentius ist in der Advents- und Weihnachtszeit – normalerweise – ziemlich ausgelastet. Da gibt es Rorate während der Woche, die Gelegenheit zu besinnlichem Gesang bei Kerzenschein geben. Dazu die vielen Feiertage, Gedenk-  und Hochfeste, die Orchestermesse am zweiten Weihnachtsfeiertag und das Ausklingen des Jahres mit der Weihnachtsoktav. Die meisten Sängerinnen und Sänger kennen die traditionellen Chorsätze mit ihren zarten Melodien fast auswendig, und den regelmäßigen Kirchenbesuchern sind sie sehr vertraut.

Was ist so besonders an den weihnachtlichen Liedern?  Da fällt schon mal ein besonderer Klang der Sopranstimmen auf. Die Melodien und sanften Rhythmen erreichen uns mehr als sonst, zaubern auch mal ein Lächeln auf die Lippen. Alt und Bass unterlegen die Melodien mit besonderer Leichtigkeit und bilden die Säulen der Harmonien. Schließlich setzt der Tenor Akzente in den höchsten Tönen. Das eine oder andere Solo, unterstützt vom Gesamtchor, bereichert den Ausdruck der Sätze. „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ heißt es am Anfang und „Tauet, Himmel, den Gerechten“.  Wir singen „Maria durch ein Dornwald ging“, „Sei gegrüßt, Maria“, „Tochter Zion“  und „Machet die Tore weit“. In der Heiligen Nacht schließlich „Adeste Fideles“,  „Heilige Nacht“ und „Transeamus usque Bethlehem“.

All diese gefühlsgeladene und friedvolle Musik schwingt heuer in unseren Gedanken mit, wenn sich Festtag an Festtag reiht. Musik von der Konserve ist manchmal präziser, erreicht aber nicht die Innigkeit und das Erlebnis, das in der Kirche zu spüren ist. Heuer fehlt natürlich auch der persönliche Kontakt. Es gibt kaum noch Gelegenheiten für einen Händedruck, in ein fröhliches Gesicht zu sehen oder eine vertraute Stimme zu hören. Internet, Telefon und Fotos sind mehr eine Krücke als ein Ersatz. Erstaunlich lebendig sind dagegen die vielen schönen Erinnerungen an das Chorleben, bevor es im letzten März abrupt enden musste. Wir würden so gerne an den Festtagen im Advent und an Weihnachten unseren gewohnten Beitrag leisten, zusammen mit unserem Pfarrer, der Gemeinde, unserer Chorleiterin Astrid Elender und den Organistinnen und Organisten, die ihr Instrument so fabelhaft beherrschen. Die unerwartete Pandemie hat uns zurückgeworfen, uns aber eines nicht genommen: unsere Gemeinschaft und unsere Liebe zum Gesang.

Singt dem HERRN ein neues Lied, denn er hat wunderbare Taten vollbracht! (Ps. 98,1)

 

Der Kirchenchor Wolnzach wünscht Ihnen, liebe Gemeindemitglieder und Freunde der Kirchenmusik, einen besinnlichen Advent, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Bleiben Sie gesund!

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